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Bolivien als Geheimtipp

Leichter als gedacht 

Unser letztes Land in Südamerika sollte Bolivien sein. Wir freuten uns schon sehr darauf, da wir von vielen gehört hatten, dass es das Highlight ihrer Reise war. Jedoch hörten wir auch, dass aufgrund der Pandemie die Einreise mit einigen Komplikationen verbunden sei. Hinzu kamen noch die angekündigten Straßensperren auf dem Weg zur Grenze. Daher entschlossen wir mit einigen mitreisenden Freunden frühstmöglich aufzubrechen. Letztendlich war die Einreise doch unkompliziert und wir holten uns unseren nächsten Reisepassstempel ab.  

Unsere erste Unterkunft war eine sehr idyllisch. Wir hatten einen wunderschönen Ausblick auf den gesamten Titicacasee, es gab Babyhunde, zwei Alpakas und ganz viel Grün. Wir wohnten ein paar Minuten entfernt von Copacabana – einer kleinen Stadt direkt am Titicaca See.

Doch schon am nächsten Tag brachen wir mit einem Collectivo in die nächste Stadt auf. 

La Paz – Esskultur, Lamaföten & Gefängnisstadt

La Paz ist der höchstgelegene Regierungssitz weltweit. Die Stadt liegt auf 3.500 m Höhe.  Eigentlich ist Sucre die Hauptstadt Boliviens, jedoch spielt sich alles systemrelevante & politische in La Paz ab, womit sich die Stadt zur heimlichen Hauptstadt Boliviens entwickelte 🤷🏻‍♀️. Hier haben wir uns ein etwas teureres Hostel gegönnt, welches einen Loftstil besitzt und in dem wir uns sehr wohl fühlten. 😄

Nach knapp einem halben Jahr haben wir in La Paz das erste Mal ein deutsches Restaurant gefunden. Es war wirklich richtig lecker! Wir haben uns richtig über eine Spezi, Bier, Spätzle, Knödel & Gulasch gefreut. 😋 🥨🍺

Wir nahmen hier mal wieder an einer Free-Walking Tour teil, welche sehr interessant, jedoch auch teilweise etwas bedrückend war. Beispielsweise kamen wir an einem der gefährlichsten Gefängnisse der Welt vorbei. Das Gefängnis ist selbstverwaltend – heißt die Inhaftierten regeln ihren Alltag alleine – es gibt keinen Beamten innerhalb der Mauern. Es gibt die verrücktesten und schlimmsten Geschichten über diesen Ort. Das für knapp 300 Personen ausgelegte Gefängniss umfasst aktuell mehrere Tausend Personen. Für einen Platz in der kleinen Gefängnisstadt San Pedro muss außerdem Miete gezahlt werden. Im Nachhinein schauten wir uns eine Doku darüber an, was keine leichte Kost war… Die Zustände sind untragbar. Unserer Meinung nach müsste das Gefängnis unbedingt geschlossen werden. Wer Lust hat:

Nächstes Highlight war der sogenannte El Mercado de las Brujas (Hexenmarkt). Dieser wird von den sog. Yatiri geführt. Diese werden in der Kultur als Ärzte und Heilpraktiker angesehen. Charakteristisch für den Markt sind der Verkauf von Relikten, Artefakten und getrockneten Lamaföten zur Verwendung in traditionell bolivianischen Bräuchen, welche noch heute praktiziert werden.Wenn ein neues Gebäude gebaut wird, soll ein Lamafötus darunter begraben werden und als Opfergabe für die Gottheit Pachama dienen. Diese soll vor Einstürzen, Unfällen und sonstigen Unglücken schützen. Je größer das Gebäude, desto weiter entwickelt soll der Fötus sein. Ein Mythos besagt, dass es beispielsweise für ein Hochhaus ein größeres Opfer benötigt – einen lebendigen Menschen. So heißt es, wurden Obdachlose stark betrunken gemacht und lebendig unter der Baufläche begraben. 😳 Das nennt man dann wohl einen Kulturschock 😄

Zusätzlich erzählte uns der Guide über ihre zahlreichen Präsidenten und wie unzufrieden die bolivianische Bevölkerung auch heute noch ist. Das bestätigte auch ein Blick von unserem Hostel auf die Straße, wo die Menschen Straßen blockierten und demonstrierten. In La Paz spürten wir die Armut des Landes sehr deutlich. Bolivien gehört zu den ärmsten Ländern Lateinamerikas. 


Auf der Free-Walking Tour erfuhren wir außerdem von einem bekannten Restaurant. Wir mussten vorher reservieren und wir fühlten uns wie in einem gehobenen und teuren Gourmetrestaurant. Für nicht einmal 10€ bekamen wir ein 3-Gänge Menü samt Getränke.

Außerdem lernten wir auch viele nette Menschen kennen. So konnten wir Empfehlungen für unsere anstehende Mehrtagestour bekommen und buchten gemeinsm mit einem anderen Pärchen die Tour. 

So machten wir uns zu viert mit dem Nachtbus knapp 14 Stunden auf den Weg nach Tupiza. Tupiza ist ein möglicher Startpunkt für die wohl beühmteste Attraktion in Bolivien, der Salzwüste in Uyuni. Wir entspannten jedoch noch einen Tag am Pool des Hotels in Tupiza.

Danach lag eine Viertagestour durch den Nationalpark Eduardo Avaroa und die Salar de Uyuni vor uns-was auf jeden Fall ein weiteres Highlight der Reise werden sollte. 

Mehr Bilder gibt es wie immer HIER.

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