Mittlerweile kommen uns Busfahrten, welche weniger als 5 Stunden dauern, kurz vor. So kamen wir ziemlich schnell innerhalb 4,5 Stunden von Cartagena in Santa Marta an. Auch hier wartete eine drückende Hitze auf uns. Daher konnten wir den Rooftop Pool unseres Hostels in vollen Zügen genießen 🙂

Santa Marta ist an sich nichts besonderes, jedoch nutzen wir den Ort als Augsangspunkt für verschiedene Tages- & Mehrtagesausflüge. Praktisch war, dass wir unser Gepäck während der Zeit im Hostel aufbewahren und somit unbeschwerter reisen konnten.
Wir schlossen uns beispielsweise einer vom Hostel organisierten Gruppe, bestehend aus kolumbianischen Urlaubern, an und besuchten den Strand Inca Inca. So wie bei fast allen Angeboten in Kolumbien wurde uns vorher nicht erklärt, was genau gemacht wird oder was wir benötigen. So endeten wir bei Mittagshitze (um die 34° C) auf einer einstündigen Wanderung über die Berge, um überhaupt an den Strand zu gelangen 😄.
Endlich angekommen war der Strand zwar stark überfülllt, jedoch war die Abkühlung perfekt 👌 Auf der Rückfahrt mit dem Boot stellten wir außerdem fest, dass die umliegenden Strände sogar noch viel voller waren.
Ausflug zum Tayrona Nationalpark
Die Weihnachtsferien der Kolumbianer bekamen wir auch bei unserem nächsten Ausflug in den Tayrona Nationalpark zu spüren. Wir mussten zwei Stunden anstehen, um in den Park zu kommen.
Zum Glück verlief sich die Menschenmenge im Park und wir konnten in Ruhe die Umgebung genießen. Tayrona hat eine unbeschreibliche Natur zu bieten. Wunderschöne Strände umgeben von Wald und Dschungel.

Da die Wanderung aber auch sehr anstrengend war, entschieden wir uns mit dem Boot zurück nach Santa Marta zu fahren. Da wir bereits im Vorhinein „schlimme“ Berichte zu der Fahrt gelesen hatten, waren wir für die Fahrt vorbereitet. Wir erlebten eine sehr nasse und holprige Bootsfahrt mit hohen Wellen. Letztendlich machte uns die wilde Fahrt aber auch irgendwie Spaß und wir hatten außerdem eine super Aussicht auf die Buchten am Meer 🌊🚤.
Hipstertown Palomino
Nächstes Ausflugsziel war der kleine Ort Palomino. Palomino hat auch einen kleinen (recht überfüllten) schönen Strand zu bieten, ist jedoch eher bekannt für das Tubing über den Fluss. Zuerst ging es mit einem Reifen auf ein Motortaxi über verrückte Wege zum Startpunkt der Wanderung. Diese doch ziemlich anstrengende Wanderung bei großer Hitze wurde als ökogischer Spaziergang verkauft 🚶🏻🚶🏻♀️. Belohnt wurden wir aber mit einer eineinhalb stündigen Tubingfahrt den Fluss herunter. Das darf nur mit Guide gemacht werden, da die Strömug teilweise gefährlich werden kann. Dank unserem super lieben und herzlichen Guide hatten wir einen super entspannenden Tag mit viel Spaß und reichlich Abkühlung. Aufgrund SD-Karten Problemen können wir aktuell keine Tubing Bilder hochladen. Wir werden versuchen die Bilder in einer ruhigen Minute noch zu retten 🧑🏻💻. Die Tage hatten wir zwar in unserem Hostel noch etwas mit Ameisen im Bett und lauter Musik nachts zu kämpfen, dennoch war Palomino ein schöner Ort für 1 – 2 Tage.
Abschalten in den Bergen von Minca

Unser nächster Halt in Minca wurde zu einem unserer Highlights der bisherigen Reise. Jedoch begann unser Aufenhalt weniger erfreulich. Wir wurden leider sehr krank und verlängerten vorsichtshalber unseren Aufenthalt im Airbnb in Minca und kurierten uns die Tage aus.
Zum Essen holten wir uns immer eine Suppe in einem einheimischen Restaurant. Hier trafen wir die wohl freundlichste Frau der Welt 😄 Sie freute sich immer sehr uns zu sehen und bediente uns mit so einer Hingabe, die wir nicht vergessen werden.

Weil wir bisher noch nicht viel von Mica sehen konnten, entschieden wir uns spontan nochmal drei Nächte in den Bergen zu buchen. Mit dem Motortaxi ging es eine halbe Stunde bergauf. Wir hatten bei Ankunft das Glück für die ersten zwei Nächte ein kostenloses Upgrade zu bekommen und durften in ein Privatzimmer mit wunderschönem Blick auf die Berge einziehen. Aber auch die Gemeinschaftsplätze und sogar das Bad boten eine tolle Aussicht.

In Minca hat uns die unglaubliche Natur begeistert. Wir besuchten das Oído Del Mundo (Ohr der Welt) und die Wasserfälle Cascadas de Marinka, wo wir zufällig alte Reisefreunde aus Mexiko wiedertrafen.
Voller neuer Energie liefen wir zu einer Kakao- & Kaffeefarm. Dort besuchten wir einen Kakao Kurs und stellten unter anderem eigene Schokolade her, die uns leider nicht besonders schmeckte, aber auf der Haut als Gesichtskur machte er sich ganz gut 😄 Unser Schokoladenexperte Eugenio erinnerte uns außerdem wieder daran, dass eigentlich alle großen Schokoladenmarken Menschen ausbeuten und auch Kinderarbeit inkludieren und deshalb das Kaufen bei kleineren Marken wichtig ist.

Zurück beim Hostel angekommen, erlebten wir das, was den Ort so besonders macht. Zum einen genossen wir es jeden Abend zu sehen wie der Sonnenuntergang die Natur Mincas in eine magische Stimmung tauchte. Zum anderen war vor allem die Essenszeit ein Highlight. Da es in der Umgebung in den Bergen keine Einkaufsmöglichkeiten gibt, versammelten sich alle um Punkt 19 Uhr zum Abendessen. Es gab immer leckeres vegetarisches Essen, wir lernten viele neue Leute kennnen und genossen gemeinsam die tolle Atmossphäre.
Früh Morgens nahmen wir an einer Vogelbeobachtungstour teil. In einer kleinen Gruppe zeigte uns der Einheimische Elkin verschiedenste bunte Vögel. Wir bewunderten ihn für sein gutes Auge und es schien als könne er mit den Vögeln kommunizieren.

Ein paar Minuten entfernt von unserem Hostel liegt ein kleines indigenes Dorf. Die Kinder von dort kamen gerne zum Spielen ins Hostel rüber. Vor allem natürlich wenn die Drohne ausgepackt wurde. Um die Natur zu schützen, ist diese hier nur zwischen 16 und 17 Uhr erlaubt.

Auf unserer Wanderung zum 360° Aussichtspunkt wurden wir vom Hostelhund begleitet :). Leider mussten wir dann doch irgendwann mal die Berge wieder verlassen. Also wanderten wir den Berg hinunter nach Minca, mit einem Collectivo ging es wieder nach Santa Marta und von dort aus machten wir uns mit einem Nachtbus auf die 16-stündige Fart in die nächste große Stadt – Medellín.
Mehr Bilder gibt es wie immer HIER.









































Nach über 3 Monaten habt ihr so viele schöne Orte gesehen und erlebt. Doch erst einen kleinen Bruchteil vom Kontinent/Welt bereist O.o Wyld_
Ja das stimmt 🙂 es gibt noch soo viel zu sehen! 😄
Hallo Julia, hallo Michael,
mitten in der Nacht hat mich euer neuer Blog erreicht. Ich habe ihn mir sofort vollständig angesehen. Nach wie vor finde ich es aufregend, was ihr so erlebt. Und die Art, wie ihr es beschreibt, lässt den Leser wirklich teilhaben an eurem Abenteuer.
Es sind Eindrücke, die ihr nie vergessen werdet und die euch niemand nehmen kann. Dinge, wie die nette Dame, bei der ihr täglich eure Suppe geholt habt. Diese wunderschöne Natur in Micra. Menschen, die euch einen Teil des Weges begleiten und dann wieder weiterziehen. Alles sehr wertvoll und Horizont erweiternd.
Mich begeistert eure generell positive Einstellung zu den Geschehnissen. Körperliche Anstrengungen und sogar Krankheiten werfen euch nicht aus der Bahn.
Ganz, ganz toll finde ich das alles. Und sogar Papageien habt ihr fotografiert! Das macht mich dann noch glücklicher.
Ich wünsche euch weiterhin eine gute Reise und passt auf euch auf.
Karin
Hallo Karin 🙂 schön von dir zu hören! Vielen Dank das freut uns sehr. Und es kommen sogar noch mehr Papageien 🙂 danke, passt auch gut auf euch auf.